Carlo Pedersoli, besser bekannt als Bud Spencer, war weit mehr als der schlagkräftige Held aus unzähligen Westernkomödien. Hinter der rauen Schale verbarg sich ein Mann voller Überraschungen, Humor und Herzenswärme.
Ein Mann mit vielen Talenten
Bevor er die Filmwelt eroberte, war Pedersoli ein erfolgreicher Schwimmer. Er war der erste Italiener, der die 100 Meter Freistil unter einer Minute schwamm. Doch nicht nur im Wasser glänzte er: Er studierte Chemie, beherrschte mehrere Sprachen fließend und hatte eine Leidenschaft für Musik. Wenige wissen, dass er sogar einige Songs für seine Filme selbst komponierte.
Die Entstehung des „Bud Spencer“
Der Künstlername „Bud Spencer“ entstand aus einer spontanen Eingebung. „Bud“ wählte er in Anlehnung an seine Lieblingsbiermarke Budweiser, und „Spencer“ zu Ehren seines Idols Spencer Tracy. Dieser Name sollte bald weltweit bekannt werden.

Ein Herz für Kinder
Trotz seiner harten Schale hatte Spencer ein weiches Herz, besonders für Kinder. Während der Dreharbeiten zu „Sie nannten ihn Mücke“ in Livorno bemerkte er eine Gruppe von Kindern, die neugierig zusahen. Spontan lud er sie ein, Komparsen in einer Szene zu sein, und verbrachte die Pausen damit, mit ihnen zu spielen und Geschichten zu erzählen. Diese Begegnung blieb den Kindern unvergesslich und zeigte Spencers großzügige Natur.
Kulinarische Leidenschaften
Spencer war bekannt für seinen gesunden Appetit, sowohl auf der Leinwand als auch im echten Leben. Während der Dreharbeiten zu „Zwei wie Pech und Schwefel“ gab es eine Szene, in der er und Terence Hill einen riesigen Topf Bohnen verzehren sollten. Nach mehreren Takes war der Topf leer, und das Team musste eine Pause einlegen, um mehr Bohnen zu kochen. Spencer lachte und sagte: „Ich hoffe, ihr habt genug Bohnen für uns!“
Ein unerwartetes Treffen
In seiner Autobiografie erzählt Spencer von einem Treffen mit Arnold Schwarzenegger. Schwarzenegger, damals noch Bodybuilder, besuchte das Filmset und war begeistert, sein Idol zu treffen. Spencer, beeindruckt von Schwarzeneggers Statur, scherzte: „Mit deinen Muskeln könntest du mich glatt ersetzen!“ Jahre später erinnerte sich Schwarzenegger dankbar an dieses Treffen und bezeichnete Spencer als Inspiration.
Der sanfte Riese
Obwohl er auf der Leinwand oft den rauen Kerl spielte, war Spencer im Herzen ein sanfter Mensch. Seine Co-Stars berichteten oft von seiner Geduld und seinem Humor am Set. Er nahm sich Zeit für Fans, erzählte gerne Witze und sorgte dafür, dass die Atmosphäre am Set stets angenehm war.
Ein Vermächtnis der Freude
Bud Spencer hinterließ nicht nur eine beeindruckende Filmografie, sondern auch unzählige Geschichten und Erinnerungen, die seine menschliche Seite beleuchten. Seine Filme brachten Millionen zum Lachen, aber es sind die Geschichten abseits der Kamera, die zeigen, welch warmherziger und großzügiger Mensch er war.
Bud Spencer wurde am 29. Oktober in Neapel geboren. Er starb im Juni 2016 in Rom.
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