Riccione und Cattolica – zwei Perlen an der Riviera Romagnola

Pinguine im Aquarium von Cattolica.
Pinguine im Aquarium von Cattolica. Foto: acquariodicattolica

Wer die Adriaküste zwischen Rimini und den Marken bereist, entdeckt zwei Urlaubsorte, die unterschiedlicher kaum sein könnten – und sich doch perfekt ergänzen: Riccione, glamourös, modisch und voller Energie, und Cattolica, charmant, maritim und familienfreundlich. Beide liegen nur wenige Kilometer auseinander, bieten jedoch ihren eigenen Charakter, ihre eigene Geschichte und ihre eigenen Höhepunkte.

Riccione – die „grüne Perle“ mit Glamourfaktor

Der kinderfreundliche Strand in Riccione.
Der kinderfreundliche Strand in Riccione. Foto: Emilia-Romagna Turismo, Francesca Pasqualetti

Riccione ist einer der bekanntesten Badeorte Italiens – und das nicht ohne Grund. Der kilometerlange, gepflegte Sandstrand, gesäumt von eleganten Beach Clubs, macht es leicht, hier ganze Tage am Meer zu verbringen.

Das Herz der Stadt schlägt auf der Viale Ceccarini, einer Flaniermeile mit Designerboutiquen, Eisdielen, Cafés und Bars. Hier trifft man sich zum Schaufensterbummel, zum Aperitivo oder einfach, um das lebendige Treiben zu genießen.

Doch Riccione hat auch kulturelle Seiten: Die Villa Franceschi beherbergt eine Galerie für moderne Kunst, die Villa Mussolini – einst Ferienhaus des Duce – zeigt heute wechselnde Ausstellungen. Im Museo del Territorio kann man archäologische Funde und Rekonstruktionen der regionalen Naturgeschichte bewundern – darunter Skelette prähistorischer Tiere.

Freizeit & Unterhaltung: Das Erlebnisbad Aquafan ist einer der größten Wasserparks Europas, gleich nebenan liegt Oltremare, ein Natur- und Freizeitpark mit Delfinshows und interaktiven Ausstellungen. Wer Entspannung sucht, findet sie in der Riccione Terme mit Thermalbädern, Beauty- und Wellnessangeboten. Sportfreunde zieht es ins moderne Schwimmstadion.

Rutschvergnügen im Wasserpark Aquafan.
Rutschvergnügen im Wasserpark Aquafan. Foto: Aquafan, Faceboo

Abends erwacht die Stadt noch einmal neu: Diskotheken wie Cocoricò oder Clubs am Strand von Marano ziehen ein junges Publikum aus ganz Italien an. Kulinarisch punktet Riccione mit romagnolischer Küche – allen voran der Piadina – und fangfrischem Fisch, oft als „Brodetto“ serviert.

Für Ausflüge bietet sich das Umland an: die Burg der Agolanti auf einem Hügel über der Stadt, mittelalterliche Dörfer wie Montefiore Conca oder Saludecio, und natürlich das nahe Rimini.

Cattolica – die Königin der Adria

Strand-Impression in Cattolica
Strand-Impression in Cattolica. Foto: Giovanna Serpico

Etwa 20 Kilometer südlich, an der Grenze zu den Marken, liegt Cattolica, der südlichste Badeort der Emilia-Romagna. Die Stadt ist stolz auf ihre maritimen Wurzeln und eine Tradition der Gastfreundschaft, die bis zur Zeit der römischen Via Flaminia zurückreicht.

Cattolica präsentiert sich ruhiger und eleganter als Riccione. Die Uferpromenade lädt zum Bummeln ein, die Plätze und Gärten wurden in den letzten Jahren aufwendig erneuert. Abends sorgen Wasser- und Lichtspiele an den Brunnen für eine besondere Atmosphäre.

Abendstimmung in Cattolica.
Abendstimmung in Cattolica. Foto: Emilia-Romagna Turism, Francesca Pasqualetti

Kulturelle und unterhaltsame Veranstaltungen finden im Theater und in der Arena della Regina statt, im Sommer auch Open-Air-Konzerte. Das Museum Regina im ehemaligen Pilgerhospital erzählt die Geschichte der Stadt, vom römischen Erbe bis zur Seefahrertradition.

Am Hafen – noch heute Anlaufpunkt der Fischereiflotte – kann man fangfrischen Fisch direkt aus den Booten kaufen oder in einer der Trattorien probieren. Kulinarische Besonderheiten sind der Weihnachtskuchen Miacetto und die Austern aus zwei seltenen Naturbänken vor der Küste.

Aquarium von Cattolica – Meereswelten hautnah

Pinguine im Aquarium von Cattolica
Pinguine im Aquarium von Cattolica. Foto: acquariodicattolica

Eine der größten Attraktionen ist das Aquarium von Cattolica, das größte an der Adria und das zweitgrößte Italiens. Auf einer Fläche von 110.000 Quadratmetern erwarten Besucher über 400 Tierarten – von Haien und Pinguinen bis zu Rochen, Ottern und Kaimanen.

Das zentrale Haibecken beherbergt imposante Bullenhaie von bis zu drei Metern Länge. Kinder wie Erwachsene können im Tastbecken harmlose violette Rochen streicheln. Besonders beliebt sind die täglichen Fütterungen, bei denen Biologen spannende Einblicke geben.

Neben Meerestieren gibt es auch einen Bereich für Tiere, die zwischen Land und Wasser leben – darunter Chamäleons, Geckos und Leguane. Für ein unvergessliches Erlebnis können Besucher sogar eine Nacht vor dem Haibecken verbringen.

Urlaub zwischen Meer und Hügeln

Die imposante Festung in Gradara.
Die imposante Festung in Gradara. Foto: Pixabay, alex1965

Beide Orte profitieren von ihrer Lage zwischen Meer und sanften Hügeln. Wer Abwechslung vom Strand sucht, fährt ins nahe Gradara mit seiner imposanten Festung oder ins Hinterland der Malatesta, wo Weinberge und Olivenhaine das Landschaftsbild prägen.

Während Riccione den Ruf eines trendigen Hotspots genießt, punktet Cattolica mit Gelassenheit und Familienfreundlichkeit. Gemeinsam bieten sie ein komplettes Urlaubspaket – nur wenige Minuten Zugfahrt voneinander entfernt.

Faktenkasten: Riccione & Cattolica

  • Region: Emilia-Romagna (Cattolica nahe Grenze zu den Marken)

  • Besonderheiten:

    • Riccione: Viale Ceccarini, Aquafan, Oltremare, Villa Franceschi, Nachtleben

    • Cattolica: Aquarium, Museum Regina, eleganter Hafen

  • Strand: Feiner Sand, sanft abfallend ins Meer

  • Beste Reisezeit: Mai–September, mildes Klima auch im Frühjahr & Herbst

  • Anreise: Bahnverbindung, Auto oder Linienbus zwischen den Orten

  • Zielgruppen: Riccione – Trend- & Partygänger, Sportbegeisterte; Cattolica – Familien, Paare, Kulturinteressierte

Und hier ein schönes Video über Cattolica:

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